gelöst Komischer Fehler beim Messen mit digitalem Messgerät. Wie geht Ihr mit Fehlern um, die schwer zu finden sind?

Pippig

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Hallo liebe Leute, wie geht Ihr mit Fehlern um, die schwer zu finden sind in der realen Schaltung?
Udo war doch so nett und half mir beim EF80 Hybrid. Zwei Bilder anbei, was ich draus gemacht habe.
Da alles sofort funktionierte, dachte ich, die zarte EF80 gegen zwei Poströhren mit Anodenkappe zu ersetzen, damit die Röhre nicht so verlassen aussieht.
So nahm ich eine Leiterplatte, bestückte neu ohne Röhrensockel, führte Drähte an die neuen Sockel.
Beim Einschalten ist der Ruhestrom der Endstufe ohne Signal 0,1A, wie es sein soll, aber nur eine halbe Sekunde lang, dann fließt kein Strom.
Das Messen mit digitalem Messgerät zeigte am IRFP240 Gate komische Fehler an. Bild anbei.
Das Display eines anderen digitalen Messgerätes oszilliert.
Irgendwo ist dort der Fehler, aber ich finde es nicht, wo das ist.
Das Signal kommt zuverlässig durch die Röhre bis an die jeweiligen Gates, aber es wird ja nicht verstärkt, weil kein Strom fließt.
Am Oszi ist alles okay, der Sinus kommt durch die Endstufe, nur halt viel zu schwach.
Kann es sein, daß die neuen Fets spinnen? Oder hat jemand eine Idee und ich bin mit Blindheit geschlagen?
Herzliche Grüße Euch allen!
 

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An schaltenden Elementen (FETs) mit Multimeter gemessen, verstehe ich das richtig? Das geht deswegen nicht, weil die Kapazität des Multimeters bzw. dessen Impedanz parallel zum FET liegt und die Drain-Source Spannung oder auch das Gate (falls dort gemessen) beeinflusst. Kapazizät des FET parallel Kapazität des Multimeters = Coss+C_multi, nur die Kapazität betrachtet.
Unbedingt mit Oszi messen!
Prüfe mal die Datenblattangeben des Multimeters.
Gruß Udo
 
Hallo Udo, herzlichen Dank für die Info, das wußte ich noch nicht!
Die Rückkopplung nehme ich aus der Schaltung, damit ich keine Störungen mir einfange.
Dann gehe ich noch einmal an die Fets ran. Übrigens, die IRFP240 sind mir aus gegangen,
da bestellte ich neue, die erst zu Weihnachten 26 geliefert werden können.
Das erinnert mich an die DDR Zeit mit Versorgungsengpässen.
Herzliche Grüße Euch von Steffen
 
Hallo Steffen, IRFP240 als "Weihnachtsgeschenk", und wahrscheinlich auch noch teuer. Bist Du auf diesen Typ angewiesen ?.
Wenn Du nicht warten willst, können wir auch nach einem Ausweichtyp suchen.
Liebe Grüße
Udo
 
Hallo Udo, herzlichen Dank für das Angebot. Das können wir machen.
Nun habe ich es in Griff. Tauschte beide Mosfets, nahm einen IRFP250, der zwar nicht so richtig als Paar paßt, aber ging.
Obwohl es nur den IRFP9240 erwischte, ( durch Kurzschluß ) mußte ich beide austauschen.
Die Rückkopplung machte ich weg, stellte die Röhre so ein, daß die Anodenspannung und Schirmgitterspannung paßt und es läuft, wie es sein soll.
Schade, daß es kein Röhrenmodell für die C3C gibt, aber ich fand ein Näherungsmodell, die ECF 83.
Diese Poströhre aus der DDR ist wirklich genial. Was die Anodenkappe ist, da haben die 0V drauf, denn es ist Gitter 1.
Ungefähr 8 Euro kostet die Röhre und man kann sie neu bekommen. Der Glaskolben sitzt fest auf dem Sockel, der Röhrensockel ist stabil und die Röhre ist stabiler als die normalen Typen
mit Vibrationen.
Ein schönes, gutmütiges Ding für Experimente.
So kann man das als gelöst betrachten! Herzliche Grüße Euch allen von Steffen
 

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