Hallo Ralf,
da hast Du etwas missverstanden. Die gemessene Leistung ist die am Trafo, bzw. an der Primärwicklung gespeicherte, mittlere Leistung, die auf die Sekundärseite übersetzt wird. Das ist keine Verlustleistung. Die kannst Du so einfach nicht messen. Die besteht aus Kupferverlusten (ohmsch), und Kernverlusten etc. Dazu sind keinerlei Parameter hinterlegt. Ich habe mal eine Messung durchlaufen lassen, um die restlichen, umgesetzten Leistungen aufzuzeigen, und auch einen Wirkungsgrad auf der DC-Seite abgeschätzt. Dazu mal die angehängten screenshots. Ich hoffe, Du kannst den Text dazu im Schaltplan -rechte Seite- erkennen. Oben links habe ich noch eine 0V-Quelle eingeführt -siehe Kreis-. Damit kann man einen Strom ohne Widerstand messen. Ich schätze, dass man für Trafo und Netzgleichrichtung mit Filter nochmal 3 bis 4% vom Wirkungsgrad abziehen muss. Dann käme man auf grob 78% Gesamtwirkungsgrad.
Wichtig! Für Verlustleistungsmessungen sollte das System komplett hochgelaufen (eingeschwungen) sein. Ich habe einen Simulationsbereich von 60ms bis 80ms verwendet, was nur eine Netzperiode darstellt. Für genauere Untersuchungen im Netzbereich wären noch mehrere Perioden zu empfehlen (dauert wesentlich länger). Nicht verwechseln! Zwischen der Leistung am Netz -in VA gemessen- und der DC-Leistung besteht ein Unterschied, der dem Power Faktor geschuldet ist. Die Differenz hat nichts mit der Verlustleistung zu tun. Die Leistung am Netz -mit hohem Spitzenstrom und Phasenverschiebung zwischen den Nulldurchgängen von Netzspannung und Netzstrom- ist eine Scheinleistung in VA, keine Wirkleistung in Watt.
Gruß Udo